Über den derzeitigen Zustand von Helmut

Am Montag (25.8.25) vormittags fiel einer aufmerksamen Nachbarin auf, dass Helmut im Auto sass, verwirrt war und hupte. Darauf rief sie eine Nachbarin mit dem Haustürschlüssel. Schnell wurde klar, er ist verändert und gehört sofort in ärztliche Hände. Dank des Notdienstes wurde er in das Krankenhaus Frankenthal in die Abteilung „Schlaganfall“ gebracht. Dort liegt er seither. Seine Symptome sind mentaler Natur, heißt, er kann sich nicht artikulieren, es kommt Wortsalat aus seinem Mund, wenn er redet und er ist extrem verwirrt. Da er körperlich überhaupt nicht eingeschränkt ist und er nicht versteht, warum er im Bett liegen soll, ist seine Behandlung nicht einfach. Nachdem er am Mittwoch sediert werden musste, weil seine Aktivität zu heftig war, schläft er viel und wir hoffen, er erholt sich langsam.
Heute ist der 30. August; Helmut machte einen wachen Eindruck, er war absolut ansprechbar und in manchen Beziehungen ganz der Alte: Er wollte Anweisungen geben, sich über mangelnde Kompetenz und Fürsorge beschweren, aber so ganz klar war sein Wortschatz nicht. Doch im Kern ist er nach wie vor genau er. Er versuchte zuzuhören, allerdings ist seine Aufnahmefähigkeit wankend. Doch er hat sich über die vielen und herzlichen Genesungswünsche gefreut. Gleichzeitig ist uns nicht klar, wie viel er tatsächlich realisiert. Dich es ist schön, zu sehen, dass er ansprechbar und aufnehmefähig ist. Durch das Wochenende können wir leider keine Meinung und Einschätzung eines Arztes bekommen, aber grundsätzlich ist es ein Schritt Richtung Besserung.
Am Mittwoch den 3.9. war er noch weiter auf dem Weg der Besserung. Er erkannte uns sofort, verstand anscheinend alles, was wir oder die Mitarbeitenden des Krankenhauses sagten. Manche Sachen, durften wir wiederholen, aber insgesamt ist sein Zustand deutlcih verbessert.
Deshalb kommt er auch heute den 4.9. nach Alzey in die Reha. Dort wird er weiter Laufübungen, Gedächtnistraining und Sprachtraining machen. Wir sind gespannt und hoffen dort auf weitere große Schritte. Sobald wir wissen, wo er dort stationiert ist, werden wir das schreiben. Aber erst einmal ein klares Zeichen, das es mit Helmut bergauf geht.
Nach einem turbulentem Start in Alzey ist Helmut jetzt deutlich besser unterwegs. Der Ortswechsel hatte in so verwirrt, dass er nicht im Bett bleiben wollten, vergass, dass er einen Katheter hatte usw. Aber jetzt scheint er in der Rheinhessen Klinik G3, Zimmer 9 angekommen zu sein. Er bekommt Therapie, Besuch und wie man sieht, kommt er gerne in Begleitung vor die Tür.
Mit einer Schwester spielte er „Mensch Ärger Dich nicht“ und verfolgt auch gerne Radrennen und andere Sportsendungen. Seine Sprachfähigkeit läßt nach wie vor zu wünschen übrig, und auch seine Fähigkeit abstrakte Zusammenhänge zu verstehen. Aber er erkennt alle realistischen Bilder, Menschen, Zusammenhänge. Und er freut sich, wenn wir ihn besuchen.
Es freut uns, zu sehen, dass er im Kern ganz der Alte ist, selbst wenn die ein oder andere Eigenschaft manchmal anstrengend ist. Jetzt gilt es abzuwarten, welche Fortschritte die Therapien bei ihm bewirken. Er strengt sich auf alle Fälle an und gab sogar zu, dass die heutigen Übungen fordernd waren.
Es geht voran. Während der Herbst nochmals seine Strahlkraft entfaltet, kommt auch immer mehr Klarheit und Struktur im Gehirn von Helmut an. Er versteht gesprochene Sprache und Zusammenhänge immer besser. Auch seine Fähigkeit, selber zu Sprechen wird Stück für Stück besser. Allerdings bedeutet das noch nicht, dass er immer verständlich für andere redet. Sein Drang, besser zu werden fordert auch seine Therapeuten, die sich wiederum freuen, so einen lernwilligen Patienten begleiten zu dürfen. Deshalb sind wir ausserordentlich zuversichtlich, dass es mit der Zeit dazu führt, dass seine Verständlichkeit zum größten Teil wieder hergestellt wird. Mit manchen abstrakten Konstrukten, wie zum Beispiel der Uhrzeit, tut er sich noch schwer. Aber er ärgert sich da über sich selbst und ist willig viel zu üben. Also wird das auch!
Ansonsten geniesst er das angenehme Wetter, unsere regelmäßigen Besuche, Cappuccino und Kuchen. Er bedankt sich. auch für die Grüße, die wir ihm selbstverständlich immer ausrichten.
Es geht weiter. Das tolle Wetter haben wir heute genutzt, um ein paar Übungen zu machen. Helmut hat das Gerüst genutzt, um sich selbst zu fordern. Natürlich sehr engagiert und sich selbst fordernd. Es ist schön, zu sehen, wie viel Freude er dabei hat.
Ansonsten gab es wieder Torte, Cappuccino und noch ein bißchen was für seinen Kopf. Auch wenn die Therapeuten das Wochenende geniessen, heißt das nicht, dass Helmut sich nicht bemühr Fortschritte zu machen!
Nachdem es tatsächlich nichts Neues oder Aufregendes zu berichten gibt, statt dessen zwei weitere Bilder. Der Kuchen schmeckt auch bei kälteren Temperaturen und bevor Helmut dick wird, haben wir entschieden, dass er den Rollstuhl auch als Gehilfe benutzen kann. Also durfte er den Weg zum Café und zurück per pedes zurücklegen.
Ansonsten ein bißchen Gehirnjogging und Gespräche mit den Therapeuten, die sich sehr um seine Fortschritte bemühen, genau, wie er selbst. Aber da gibt es Schwankungen, welche weitere Schritte noch unplanbar halten.
Heute stand mal wieder das Alphabet auf dem Übungsplan. Es macht Helmut gleichzeitig Spaß und es frustriert ihn. Die Abstraktheit will momentan schwer in sein Hirn. Und doch weiß er, dass er früher keinerlei damit hatte. Also ärgert er sich darüber, dass es momentan so sperrig ist. Aber das hält ihn definitiv nicht davon ab, zu üben, zu probieren, zu fragen, sich zu verbessern. Andere Dinge kann er ganz ohne Probleme. Aber es ist nach wie vor indifferent. Deshalb sind Prognosen noch sehr vage.
Aber grundsätzlich geht es ihm gut. Er lacht oft mit den Pflegerinnen und freut sich über seine kleinen Fortschritte. Bisher habe ich ihn noch nicht einmal wirklich klagen gehört. Das finde ich bewunderungswürdig.
Ein ganz normaler Tag in der Reha für Helmut. Hand-Auge Koordination mit Jonglierball; Spaß und Fitness; Konzentration für die Erkennung vom richtigen Vokal.
Das mit dem Rollstuhl schieben hat nicht mehr zu Helmuts Tempo gepasst. Also gibt es seit neuestem einen roten Rollator, um das Gleichgewicht zu sichern. Ferrari-Rot war leider nicht erhältlich, also haben wir versucht das sportlichste Modell zu wählen.
Anosnten übt er sich im Kopieren von buchstaben. Hier übte er sich im Kopieren einer Postkarte, die er erhalten hat. Er freute sich so darüber, dass er direkt angefangen hat, sie zu übertragen.
Noch ist es nicht amtlich, aber wenn alles klappt, kommt Helmut schon am Freitag den 31.10.25 zur Reha C nach Bad Camberg. Heute erhielten wir die Rückmeldung, dass in Bad Camberg Kapazitäten frei wären. Wenn das Pozedere korrekt und zeitlich passend abläuft wird Helmut also zu seinem Geburtstag nicht mehr in Alzey sein, sondern in Bad Camberg. Deshalb der Hinweis, es kann sein, dass Glückwünsche per Post lieber verspätet abgesendet werden sollten, damit er sie auch erhält. Sobald wir mehr wissen, schreiben wir es hier hinein.
Der Umzug zur nächsten Reha ist vollzogen. Natürlich gab es wieder ein paar kleinere Komplikationen, aber Helmut ist in Bad Camberg. Seine Adresse ist mindestens bis zum 28.11.
Medical Park Bad Camberg
Obertorstraße 100-102
65520 Bad Camberg
Ausser, er benimmt sich daneben und flirtet zu heftig. Wir sind gespannt und werden berichten, wie die Therapien wirken. Aber jetzt werden wir erst einmal gucken, dass er gut ankommt und dann seinen Geburtstag mit ihm feiern, bevor es am Montag mit Übungen losgeht.
Ganz reibungslos lief es zwar nicht in der ersten Woche, aber mittlerweile akzeptiert Helmut die Dinge so wie sie sind. Den Geburtstag haben wir gemeinsam als Familie mit ihm gefeiert, waren Essen und haben bewusst keine Photos dabei gemacht.
Hier auf dem Bild liest Helmut gerade eine Glückwunschs-Email von einem langjährigen Freund. Er freut sich immer über alle Gedanken und Aufmerksamkeiten von Freunden. In seinem Namen auch ganz herzlichen Dank an all diejenigen, die an ihn denken.
Jetzt hoffen wir, dass die Thearpien ihren Zweck erfüllen und er noch ein bißchen mehr Fortschritte macht. Gerade das Sprechen ist ansatzweise schon besser, aber immer noch nicht so, wie er und wir es uns wünschen. Also weiterhin am Ball bleiben und üben üben üben.
Ansonsten gibt es im Moment nichts zu berichten, aber wenn sich etwas tut, werde ich hier darüber schreiben und natürlcih auch weitere Photos posten.
Natürlich ist nach wie vor nicht alles perfekt, aber es geht langsam und kontinuierlich bergauf. Helmut meint, er könnte noch mehr Therapien brauchen, aber so bleibt wengistens Zeit, auch ein bißchen spazieren zu gehen. Bei frischem und sonnigem Herbstwetter drehten wir gemeinsam mit dem ebenfalls älteren Vierbeiner eine Runde.
Wie auf den Bildern zu sehen, war das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf bei Nietzsche größer, als bei Helmut.
Hoffen wir, dass wir noch einige solcher schöner gemeinsamer Runden drehen können, denn die Umgebung in Bad Camberg lädt dazu ein.
Der Blick aus dem Fenster von Helmuts Zimmer ist zwar ganz okay, ,aber raus gehen ist besser.
Momentan fühlt Helmut sich nocht so super wohl in Bad Camberg, Seiner Meinung nach bekommt er zu wenig Therapien, gleichzeitig fühlt er sich auch nicht motiviert genug, selbst aktiver zu werden. Abeer ich glaube nach so einer langen Zeit in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen ist das absolut nachvollziehbar. Wir hoffen einmal, dass er seine Fortschritte wahrnimmt und sich nicht ausschließlich an seiner früheren Form misst. Denn die ist noch ganz schön weit entfernt. Also wird er weiter dran bleiben und grüßt all seine Feunde herzlich.
Wieder einmal stand für Helmut ein Ortswechsel an. Aber zum letzten Mal in diesem Jahr. Er hat jetzt ein Zimmer -erst mal zur Kurzzeitpflege- im St. Peter Seniorenzentrum, Andernacher Straße 4
56218 Mülheim-Kärlich.
Damit lebt er in meiner Nähe und ich kann ihn regelmäßiger besuchen. Gleichzeitig ist er gut betreuut und wir hoffen, dass er sich in der Gemeinschaft gut einlebt. Grundsätzlich ist es dort sehr ruhig, so dass wir ohne Aufwand direkt spazieren gehen können. Auch der Ortskern ist fussläufig erreichbar. Allerdings muss das Wetter für lange Spaziergänge noch besser werden. Statt dessen geht es morgen zur ersten Logopädie Sitzung, denn da ist noch ein bißchen was zu tun.
Helmut grüßt euch alle herzlich!
Keine Sorge, Helmut hat keinen Satz „heißer Ohren“ bekommen. Aber da sein altes Hörgerät verloren und kaputt gegangen ist, braucht er ein neues. Heute war die erste Messung und dabei wurde auch ein Abdruck seiner Ohren gemacht. Dabei entstand das Photo. Während der Abguss trocknete nutzte ich die Zeit, mal wieder ein Bild zu machen. Ansonsten waren wir recht viel Spazieren, stärkten uns anschließend mit einem guten Cappuccino und einem Stück Kuchen.
Er ist also gut dabei und läßt sich nach wie vor nicht hängen, auch wenn das Sprechen und das Schreiben, bzw. Buchstabieren noch lange nicht so ist, wie er es sich wünscht. Damit bleibt natürlich viel des Inhaltes, der Helmut gerade wichtig ist, nciht bearbeitet. Aber wir versuchen trotzdem eine gute Zeit zu gestalten und auch Bedürfnisse zu erfüllen.
Weihnachten nähert sich mit großen Schritten. Und Helmut hat schon ganz viel Post bekommen. Er freut sich sehr und leider hat er noch nicht die Fähigkeit auf all die lieben Wünsche zu antworten. Und mir fehlt teilweise die Muße und die Zeit dazu. Deshalb bitten wir um Entschuldigung, dass wir nicht alle guten Wünsche persönlcih und in angemessener Form beantworten.
Das Hörgerät ist mittlerweile abgeholt und hilft Helmut, besser zu verstehen. Und wir sind alle froh, dass jetzt ein paar Tage ohne Arztbesuche und Therapien vor uns liegen. Denn das Leben hat ja noch mehr zu bieten. In diesem Sinne eine wundervolle Zeit, voller Freude und Genuß an all die lieben Menschen, die Helmuts Weg verfolgen.
Nachdem Weihnachten gut überstanden ist, machen wir uns für das kommende Jahr fit. Spaziergang in der Sonne bei kaltem Wetter. Gut für das Herz und die Psyche. Und auch die Erinnerung an das Weihnachtsfest, welches er unter anderem mit seinen Enkel-Töchtern verbracht hat, stärkt. Jetzt gilt es dann die nächsten Schritte einzuleiten, was natürlich auch noch ein paar Termine bei Ärzten bedeutet. Grundsätzlich geht es Helmut gut, nur ein wenig langweilig ist ihm, da momentan kaum Therapien anstehen. Nur mit mir darf er regelmäßig üben.
Heute hatte Helmut eine ganz besondere Freude: Seine beiden Nichten besuchten ihn. Gemeinsam ging es erst zum Essen und dann noch auf weitere Gespräche zu Helmut ins Zimmer. Es wurde viel gesprochen, gelacht und miteinander eine gute Zeit verbracht. Alte Familienerlebnisse wurden wieder hervor gekramt und da wurde uns bewusst, wieviel wir alle schon miteinander erlebt haben. Also ein schöner Sonntag an dem auch noch die Sonne lachte.
Mitte Januar stand dann ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wir sind zusammen nach Frankenthal gefahren, damit Helmut wenigstens einen Teil seiner Freunde mal wieder sieht. Erst ging es direkt in die Nachbarschaft. Maria hat sich bereit erklärt nciht nur uns, sondern auch weitere Freunde zu empfangen und zu beköstigen. So konnte das lang ersehnte Wiedersehen auch mit einem Tropfen Sekt begossen werden.
Nach dieser schönen und gemütlichen Runde ging es dann weiter in die Siedlerklause, wo wir uns mit den nächsten verabredet hatten. Auch die Siedlerklause verbindet Helmut mit häufigen Besuchen, guten Gesprächen und positiven Erinnerungen. So auch bei diesem Mal. Wir haben nicht nur gut gegessen, sondern vor allem viel geredet und uns ausgetauscht.
Generell war es ein sehr schöner Ausflug und es wird auf alle Fälle nicht der letzte gewesen sein. Wenn das Wetter und mein Kalender es zulassen werden wir wieder nach Frankenthal aufbrechen.